Renovierung meiner Seite mittels Hugo

Letzte Änderung: 11.Dec 2019 | Zuerst veröffentlicht: 13.Jan 2018 | ca. 4 Min. Lesezeit

Updates & Langzeiterfahrung



Ich erneuere gerade (Anfang 2018) meine private Seite und da das zur Verfügung stehende Zeitbudget sehr knausrig ist, kann es gut sein, dass hier und da noch was nicht so richtig funktioniert. Ich verwende nun anstelle eines Content Management System einen Static Site Generator namens Hugo. Der ist auf den ersten Blick grob vergleichbar mit Macromedia Dreamweaver um die Jahrtausend-Wende, nur mit einer deutlich steileren Lernkurve und ohne grafischen WYSIWYG Luxus.

Die Vorteile eines Static Site Generators

  1. Keine Ansprüche: Jeder beliebige Webhoster reicht aus, man benötigt weder Script Unterstützung wie PHP oder CGI und auch keine (MySQL) Datenbank.
  2. Sicherheit: Da die generierten Seiten eigentlich nur aus HTML und CSS bestehen (und leider ein wenig Javascript), gibt es hier keine Schwachstellen, die Hacker ausnutzen können
  3. Geschwindigkeit: Da die Seiten im Voraus erzeugt wurden (daher static), werden sie schneller vom Server an den Browser ausgeliefert.
  4. Zeit: Regelmäßiges Einspielen von Sicherheitsupdates fällt flach.
    Da ich für viele Freunde und Bekannte im Laufe der Jahre Webpräsenzen mit Content Management Systemen erstellt habe, muss ich die noch existenten Seiten andauernd aktualisieren. Ich hatte unterschätzt, wie groß der Aufwand bei Verwendung selbstgeschriebener Templates und Plugins ist, da sich alle Jahre wieder bsplw. bei Joomla etwas Grundlegendes an der Architektur ändert und alle eigenen Elemente aufwändig angepaßt oder neugeschrieben werden müssen.
  5. Fokus: Anstelle vieler Zusatzfunktionen kann man sich mit einem Static Site Generator nach dem Einmalaufwand für die Einrichtung der Seite wirklich auf den Inhalt konzentrieren
  6. Kontrolle: Da die Seiten im Voraus generiert wurden, kann nichts Unvorhergesehenes dem Besucher angezeigt werden. Bei komplexen CMS, die bei jedem Aufruf Daten aus diversen Datenbank-Tabellen abrufen und zu einer Webseite zusammenstellen, kann es bei massig Inhalten schnell zu unerfreulichen Kombinationen kommen.
  7. Wartungsarmut: Ich habe seit Anfang Januar keinen Finger gerührt, musste keine Updates und Patches einspielen, sehr komfortabel.

Die Nachteile eines Static Site Generators

  1. Zäher Start: HUGO bewirbt sich selbst als “The world’s fastest framework for building websites”. Jetzt nach vielen Stunden weiß ich, dass es sich auf die Generierung der Seiten in Millisekunden bezieht und nicht auf den schnellen Einstieg. Daher eignet sich das reine Kommandozeilen-Tool hauptsächlich für IT’ler und Personen, die gerne mit Texteditoren wie emacs oder vi arbeiten. Meine erste Testseite stand nach 10 Minuten, die erste finale Version nach ca. 8h.
  2. Keine Extras: Will man Kommentare, Chats oder sonstige interaktive Elemente datenschutzfreundlich direkt anbieten und keine PlugIn’s von Facebook oder Google verwenden, muss man diese Services (und die dazu hilfreiche Datenbank) selbst erstellen und einbinden.
    Aktuell kann ich bei meiner privaten Seite auf öffentliche Leserkommentare verzichten.
  3. Homeoffice: Das Uploaden neuer Inhalte ist nur (sinnvoll) mittels einem Computer möglich, auf dem Hugo installiert ist. Spontane Einträge und Postings über das Smartphone unterwegs fallen damit flach bis eine mobile Version von Hugo veröffentlicht wird.

Meine Anlaufschwierigkeiten

Robots.txt verhindert Suchmaschinenindizierung, falls der Output nicht mit Hinweis auf Produktivnahme erzeugt wird:

 $ env HUGO_ENV="production" hugo

Keywords: Meta Data Tags im HTML werden nur generiert mit mittels

tags: ["tag,tag2,tag3"]

Immer das Public Verzeichnis löschen, da sonst alte Daten erhalten bleiben

tags:hugo web joomla cms jekyll
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